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NLP – Was bedeuten die 3 Buchstaben?

- N = Neuro steht für nervliche oder sensorische Wahrnehmung. Neuro kommt aus
  dem Griechischen Wort "neuron" und bedeutet Nervenzelle, welche die Bausteine 
  unseres Nervensystems darstellen. Sie leiten Informationen von unseren Sinnes- 
  organen durch unseren Körper zum Gehirn

- L = Linguistisches für Sprache, Sprachformen, Sprachmuster. Durch Sprache
  werden unsere Gedanken geordnet und Informationen ausgetauscht.

- P = Programmieren für Denk- und Verhaltensgewohnheiten, über die sich innere 
  Einstellungen in praktischem Handeln niederschlagen. Programmieren steht für die
  verschiedenen inneren Prozesse, die es uns ermöglichen, unsere Gedanken, unser
  Verhalten und unsere Wahrnehmung zu organisieren. Diese inneren Programme
  sind erlernt, geübt und können auch verändert werden. Denn was wir einmal gelernt 
  haben, können wir auch umlernen, wenn es für uns sinnvoll ist.

Was ist NLP?

NLP ist ein Kommunikationsmodell, erwachsen aus den Erkenntnissen von erfahrenen Psychotherapeuten und Kommunikatoren aus der Wirtschaft- und Geschäftswelt. Sie ist nicht als Psychotechnik zu sehen, sondern weitgehend eine mentale Einstellung, sich und anderen gegenüber. Diese Einstellung wird getragen durch die Einsicht, dass das, was ich tue, jederzeit Rückwirkungen auf mich selbst hat.

NLP ist kein geschlossenes Modell, sondern als Methodensammlung aus einer Vielzahl unterschiedlicher Elemente überwiegend etablierter Verhaltens- und Therapiemodelle anzusehen. Sie orientiert sich an der Stärkung von inneren und äußeren Ressourcen sowie vorwiegend an der Gegenwartssituation und setzt weniger den Schwerpunkt in der Analyse bzw. Aufarbeitung der Vergangenheit eines Menschen.

Ressourcen sind alles, was der Erreichung gewünschter Ziele dient, d.h. es sind Qualitäten, die jemand als Teil seines Potentials besitzt, u. a. sind das Verhaltensweisen, Kenntnisse, Fähigkeiten, Einstellungen, Selbst-Bilder (Identität) und Strategien. Ressourcenstärkung  dient hier zur Überwindung von Problemen, Schwellenängsten, Blockaden oder Störungen. Ergänzend hierzu wird großer Wert auf eine humanistische Haltung des NLP-Beraters in der Arbeit mit Menschen gelegt.

Wofür und für wen ist NLP sinnvoll?

NLP kann helfen, effektiv zu kommunizieren, indem wir die Verschiedenheit und Individualität des andern akzeptieren. Damit anerkennen wir gleichzeitig, dass wir ihn verstehen wollen.

Liebe, Respekt und Verständnis für die Menschen, ohne jegliche Bewertung, sind wichtige Voraussetzungen, NLP in der Praxis anzuwenden.

Eine der Grundannahmen des NLP ist, daß jede Person alle Ressourcen in sich hat, um ein zufriedened und erfolgreiches Leben zu führen. Mit der Hilfe von NLP wird u. a. der Kontakt zu den (zum teil) noch verborgenen Ressourcen , d.h. Fertigkeiten, Talenten, Stärken und Fähigkeiten gefördert bzw. in Situationen, wo diese für uns nicht genutzt werden, abbrufbar oder für bestimmte Vorhaben hinderliche Verhaltensweisen bewusst gemacht. Mit NLP haben Sie demnach Werkzeuge in der Hand, um die eigenen Fähigkeiten sowie Verhaltensweisen weiterzuentwickeln, für sich zu optimieren und folglich Ihr Leben selbst aktiv zu gestalten.

NLP lenkt damit den Fokus auf das Potential von Menschen, auf das, was an positiven Entwicklungsmöglichkeiten in jedem Menschen vorhanden ist, aber in bestimmten Situationen und Kontexten nicht automatisch oder selbstverständlich zur Verfügung steht.

NLP erweitert bzw. ergänzt die die therapeutischen Möglichkeiten eines psychologischen Beraters und optimiert gleichzeitig vor allem die kommunikativen Möglichkeiten eines jeden Menschen, der daran interessiert ist, besser mit sich und anderen Menschen klar zu kommen.

Geschichte des NLP

NLP wurde vor allem in den Jahren zwischen 1970 und 1980 massgeblich entwickelt und formuliert. Der Mathematiker Richard Bandler und Linguistikprofessor John Grinder gelten als die Begründer bzw. Erfinder der NLP. Leslie Cameron-Bandler und Judith De Lozier haben in dieser Zeit entscheidend an der Weiterentwicklung des NLP mitgearbeitet.

Am Anfang dieser Entwicklung stand die systematische Untersuchung der Verhaltensweisen besonders erfolgreicher Therapeuten wie z.B. Virginia Satir, Milton H. Erickson, Fritz Perls, Gregory Bateson sowie Unternehmern, Künstlern und Wissenschaftlern, um herauszufinden, was ihnen gemeinsam ist, um dann die bewußten und unbewußten Strategien, Vorannahmen, Methoden und Zielsetzungen dieser „Genies“ so darstellen zu können, daß sie reproduzierbar und damit auch für andere Menschen lernbar wurden.

Die Erkenntnisse hieraus veröffentlichten Bandler und Grinder in Ihrem Buch „Die Struktur der Magie“.

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